Gesucht: Ehrenamtliche für Geburtstagsbesuche

Für den Bereich Liebfrauen und Nikolai in Jüterbog haben wir seit vielen Jahren Ehrenamtliche, die unsere alten Gemeindeglieder zum Geburtstag besuchen. Dies ist ein wichtiger und meistens von den Menschen sehr dankbar angenommener Dienst.

Da die Zahl der Jubilare aber sehr groß ist, brauchen wir unbedingt mehr Leute, die Lust und Zeit hätten, Geburtstagsbesuche zu machen.

Wir treffen uns 2-3 mal im Jahr im Besuchsdienstkreis, um alles zu besprechen. Für den Besuch werden Karten, Kerzen oder Hefte zur Verfügung gestellt bzw. Geld für Blumensträuße erstattet.

Wenn Sie sich vorstellen könnten, dabei mit zu machen, melden Sie sich bitte im Gemeindebüro (Mo – Do 10:00 – 12:00 Uhr, Planeberg 71, 14913 Jüterbog, Telefon 03372 432509) oder bei Frau Falk (033732 50087).

Gegen Hate-Speech und Fake-News! – B-Team-Tour gastiert in Jüterbog

Die B-Team-Tour, das sind ca. acht Jugendliche, die 14 Tage (vom 9.-24. September 2017) durch das Land Brandenburg reisen und von ihren Erlebnissen über Facebook, Youtube, Instagram, ein Blog und Co. berichten. In diesem Jahr wird sich die Tour dem Thema „Hate-Speech und Fake-News“ widmen. Unter dem Motto „Gegen Hate-Speech und Fake-News!“ werden Schulen, Einrichtungen, Orte und Menschen im Land Brandenburg besucht. Die Jugendlichen informieren und sensibilisieren für das Thema und suchen die Diskussion und den Austausch.

In Jüterbog ist das B-Team am

Freitag, 15.09.17 ca. 16:30 – 18:30 Uhr auf dem Marktplatz

Selbstverständlich unterstüzten auch wir diese Aktion und würden uns freuen, wenn viele von Ihnen / Euch am Freitag auf den Marktplatz kommen um sich zu informieren.

Geänderte Öffnungszeiten wegen Ausstellung und Mysterienspiel in der Nikolaikirche

Liebe Besucher der Nikolaikirche!

Vom 08.09. bis 26.11. kommt es zu Einschränkungen bei der Besichtigung der Nikolaikirche.
Ein Teil der Kirche beherbergt einen Teil der Ausstellung ‚Tetzel, Ablass, Fegefeuer‘ (der andere Teil ist im Kulturquartier Mönchenkloster). Dieser Teil der Kirche ist nur mit einer Eintrittskarte (7,– € / 4 € ermäßigt, gilt auch für das Mönchenkloster) zugänglich.
Öffnungszeiten während der Ausstellung:
So. – Do. 10:00 – 18:00 Uhr
Fr. und Sa. 10:00 – 19:00 Uhr

Außerdem finden am 08.09. / 09.09. / 16.09. / 06.10. / 07.10. Aufführungen des Jüterboger Mysterienspieles statt.
An diesen Tag gilt: Einlass für die Besichtigung bis 17:30 Uhr, geöffnet bis 18:00 Uhr.

Wir bitten um Ihr Verständnis!

Hinweise zu den Aufführungen des Mysterienspieles:
Beginn jeweils 19:00 Uhr
Einlass ab 18:30 Uhr
Pause ca. 20:30 Uhr (15 min)
Dauer ca. 3 Stunden
Kartenverkauf nur über das Kulturquartier Möchenkloster (Info)

08.09. ausverkauft
09.09. ausverkauft
16.09. Restkarten vorhanden
06.10. Restkarten vorhanden
07.10. Restkarten vorhanden
(Stand 07.09.)

Beachten Sie bitte auch die Sperrungen in der Stadt sowie die Änderungen der Parkregelungen am 08.09. und 09.09. wegen dem Stadtfest.

Ministerin bringt Fördermittel für die Orgeln in der Nikolaikirche

Nicht nur 150’000,– € Fördermittel brachte Dr. Martina Münch, brandenburgische Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur mit. Auch ihr großes Interesse an der Nikolaikirche und der Reformationsgeschichte war deutlich zu spüren. So freute sie sich sehr über eine kleine Führung durch Pfarrer Bernhard Gutsche.

Schwerpunkt war natürlich die Besichtigung der historischen Rühlmannorgel, für welche ein Großteil der Förderung vorgesehen ist. Kreismusikdirektor Peter-Michael Seifried erläuterte kurz aber prägnant die Orgelgeschichte und das Instrument. Eine kleine Spielprobe durfte natürlich auch nicht fehlen.

Frisch gestärkt mit einem leckeren Jüterboger Paradies-Apfelsaft wurden dann die Dokumente überreicht.

Die Förderung setzt sich zusammen aus Mitteln des Bundes und des Landes. Ohne diese Unterstützung wäre die Restaurierung der Orgeln nicht möglich gewesen.

Wir danken der Ministerin ganz herzlich für ihren Besuch und würden uns freuen, sie im nächsten Jahr zur feierlichen Wiedereinweihung der Orgel begrüßen zu dürfen – eingeladen ist sie jedenfalls.

Vorbereitungen für das Mysterienspiel auf vollen Touren

In nur 2 Tagen haben viele Helfer die Bühne für das Mysterienspiel aufgebaut.

400 Europaletten, diverse Verlegeplatten, einige Pakete Laminat und unzählige Schrauben bilden nun in der Nikolaikirche ‚die Bretter, die die Welt bedeuten‘. Aber nicht die Welt steht im Mittelpunkt, sondern die Ereignisse, die in der Bibel beschrieben werden.

Bei den letzten Proben an den folgenden Wochenden können nun die Szenen abgerundet werden. Die Laufwege der Darsteller_innen müssen nicht mehr improvisiert werden, und die Größe der Bühne kann endlich voll genutzt werden.

Auch die MAZ berichtete über den Bühnenaufbau:

http://www.maz-online.de/Lokales/Teltow-Flaeming/Helfer-bauen-Buehne-im-Altarraum

Umweltmigration – eine kommende Herausforderung

Niemals zuvor seit Ende des
Zweiten Weltkrieges wa –
ren mehr Menschen auf
der Flucht als heute: Auf über 65 Millionen
Flüchtlinge belaufen sich die aktuellen
Schätzungen. Während sich die
internationale Staatengemeinschaft
derzeit vor allem mit den klassischen
Gründen für Migrationsbewegungen
wie kriegerischen Konflikten jeglicher
Art oder mangelnden wirtschaftlichen
Perspektiven beschäftigt, finden
Gründe, welche direkt auf das sich verändernde
Klima zurückzuführen sind,
heute noch wenig Beachtung.
Dürre, Wassermangel oder Überflutung
von Inseln und Küstengebieten werden
jedoch als Folgen der voranschreitenden
globalen Erwärmung mittelfristig
dazu führen, dass ganze Regionen unbewohnbar
werden. So wird neben
einer Binnenmigration auch eine transnationale
Migration der Menschen aus
ihren ursprünglichen Lebensräumen erwartet.
Derzeitige Prognosen rechnen
mit 200 Millionen Umweltmigranten bis
zum Jahr 2050.
Für die internationale Gemeinschaft
stellt diese Gruppe eine Herausforderung
in vielerlei Hinsicht dar. Angesichts
fehlender Verankerung des Typus des
Umweltmigranten in der geltenden internationalen
wie deutschen Rechtsprechung
existiert bisher keine rechtliche
Grundlage zur Anerkennung dieser Personengruppe.
Außerdem wird sich Umweltmigration
nicht auf eine einzige
Fluchtursache reduzieren lassen.
Das Zusammenspiel vieler Faktoren wird
den Ausschlag für die Migrationsentscheidung
geben. Dazu können wirtschaftliche
Gründe, ausgelöst durch
Umweltveränderung, ebenso wie Konflikte
oder Kriege wegen ungleicher
Ressourcenverteilung zählen. Vor diesem Hintergrund ist es umso
entscheidender, internationale Abkommen
zum Klimaschutz einzuhalten
und dafür einzutreten, die globale
Erwärmung sowie deren Folgen zu mildern.
Dazu zählt die konsequente Durchführung
von Anpassungsmaßnahmen in
den betroffenen Regionen, um die kommenden
Herausforderungen bewältigen
bzw. ihre Folgewirkungen sowohl für die
Herkunftsländer von Umweltmigranten
als auch für die Aufnahmeländer abschwächen
zu können. Die aktuelle Prämisse
»Fluchtursachen vor Ort zu
be kämpfen«, erscheint mit Blick auf die
Auswirkungen des Klimawandels notwendiger
denn je.
Franziska Fabritius
Politikwissenschaftlerin und Historikerin

aus dem Gemeindeboot Juni – August 2017

(Foto: Helmut Balke)

Jüterboger Mysterienspiel

Das Jüterboger Mysterienspiel

2017 wird nach fast 500 Jahren erstmalig wieder ein großes Mysterienspiel in der Kirche St. Nikolai Jüterbog aufgeführt.

Das aktuelle Spiel setzt sich aus verschiedenen spätmittelalterlichen Mysterienspielen zusammen und erzählt vom großen Kampf dieser Welt zwischen Gut und Böse.

Wie in der Zeit zwischen 1482 und 1562 spielen auch heute etwa sechzig Erwachsene und Kinder aus der Stadt und der Umgebung die biblischen Geschichten und mittelalterlichen Legenden – vom Fall der Engel bis zur Zerstörung der Hölle.

Erfahren Sie: warum die Engel sich zerstritten, was vom Paradies übrig blieb, wie der Teufel in die Arche kam, warum die Hure Jesu Füße wusch, wie Blut zum Heilmittel wurde und vieles mehr!

Die alten erstaunlich lebendigen Texte werden mit Musik und Choreographie neu aufgeführt.

Ausstellung ‚Blut im Kelch‘

Noch bis 15. Juli 2017 können Sie die Ausstellung ‚Blut im Kelch‘ in der Nikolaikirche besichtigen.

An Hand eindrucksvoller Exponate erfahren Sie mehr über das Abendmahl vor und nach der Reformation. Diverse Kelche, Patenen, Drucke, Bücher und andere Ausstellungsstücke zeigen die Entwicklung des Abendmahls über die Zeiten. Selbstverständlich steht Ihnen ein Ausstellungskatalog zur Verfügung, so dass Sie sich nach eigenem Belieben durch die Ausstellung ‚arbeiten‘ können.

Geöffnet während der Kirchenöffnungszeiten.

Eintritt frei.

Dringender Appell: Keinen Plastikmüll auf Friedhöfe!

Leider sind immer wieder Pflanztöpfe, Klarsichtblumenhüllen, Grablichter, Styroporgrabplatten oder Kunststoffblumen auf Kompostierstellen von Friedhöfen zu finden. Das Hinterlassen von Plastemüll auf Friedhöfen ist jedoch verboten. Kunststoffabfälle zwischen Gartenschnitt und verwelkten Stauden bedeuten bei der Entsorgung statt Kompost Sondermüll. Die Gebühren dafür liegen erheblich höher.

Zu danken ist allen Mitmenschen, deren richtiges Verhalten den Kirchengemeinden hilft, die Gebühren nicht dramatisch steigen zu lassen. Damit das auch weiterhin gelingt, bitten Sie beim Floristen um Grabgestecke aus Naturmaterialien, entfernen Sie Plastikschleifen an Blumensträußen oder erwerben Sie natürliche Blumensträuße ohne Plastikumhüllung. Nehmen Sie Pflanzschalen und verbrauchte Grablichter wieder mit, die Entsorgung erfolgt über Kunststoff-Recycling bzw. den Hausmüll.

Am besten aber vermeiden Sie überhaupt Plastikmüll. Laut Greenpeace werden jährlich ca. 280 Millionen Tonnen Kunststoffe erzeugt. Davon werden lediglich 3% recycelt, ein Teil gelangt in die Weltmeere. Über 80% der Meeresoberflächen sind inzwischen mit Mikroplastik verschmutzt. Die Zersetzung von Plastik bedeutet Gefahr, es werden gesundheitsschädliche und giftige Stoffe freigesetzt. Mikroplastikteile werden von Meerestieren aufgenommen und gelangen so in die Nahrungskette von Menschen. Man hat bereits Mikroplastik
im Blut nachweisen können. Nicht nur die Meere sind mit Plastik verschmutzt, sondern auch Gewässer wie
Donau, Bodensee oder Gardasee. Man konnte Mikroplastik finden, das wieder über Trinkwasser und Nahrung zum
Men schen gelangt. Ähnliche Wirkstoffe wie Hormone sowie Krebserkrankungen, Unfruchtbarkeit und Schwächung
des Immunsystems werden mit Plastik in Verbindung gebracht. Dieser erschreckende und gesundheitsgefährdende
Kreislauf muss gestoppt werden. Global und vor Ort.

(Quellen: https://reset.org/knowledge/plasticocean-plastikinseln-im-meer
http://www.boeblingen-sindelfingen.greenpeace.de/plastik)

Andrea Fichtmüller
Regionale kirchliche Umweltgruppe Jüterbog