Gemeindekirchenratswahl 2019 der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Die Mitglieder unserer Kirchengemeinde sind aufgerufen am 3. November 2019 über die Zusammensetzung des Gemeindekirchenrates (GKR)mitzubestimmen. Der GKR ist das Leitungsorgan der Kirchengemeinde und wird gebildet aus ehrenamtlichen Mitgliedern (den Ältesten) und der Pfarrerin oder dem Pfarrer der Kirchengemeinde und ist für die geistlichen, personellen und finanziellen Belange der Kirchengemeinde verantwortlich.

Kandidatenvorstellung 

Christine Althausen (65), Jüterbog, viele Jahre Mitarbeit in der Kirchengemeinde in ehren- und nebenamtlicher Funktion. Zuletzt im Besuchsdienst angestellt.

Helmut Arndt (65), lebt auf dem Neumarkt. Rentner. Will sich insbesondere für die Belange des Gemeindebereichs Neumarkt und der Jacobikirche einsetzen.

Henrietta Bettin, 55 Jahre jung und arbeite als Köchin in der Kita Langenlipsdorf. Seit 2008 wohne ich in Markendorf und engagiere mich hier in der Kirchengemeinde. Besonders setze ich mich für die Restauration unserer Orgel ein. Es ist mir ein Herzenswunsch, dass diese künftig wieder unsere Gottesdienste begleitet.

Dirk Bürger – Jahrgang 1971 – 48 Jahre, Sachbearbeiter im Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit, Diplomverwaltungswirt. Im Oktober 2013 erstmalig in den GKR gewählt. Die Ältesten im letzten GKR brachten sehr unterschiedliche Erfahrungen und Kompetenzen mit, so dass für die meisten Themen und Sachverhalte Kompetenzen im GKR vorhanden waren. Ich konnte viel von meinen Erfahrungen einbringen und sehr viel von den an-deren Ältesten an Erfahrungen mitnehmen. Die Arbeit in den letzten 6 Jahren war sehr zeitintensiv und interessant. Als Synodaler für unsere Kirchengemeinde waren interessante Einblicke in das „Innenleben“ unseres Kirchenkreises Zossen- Fläming zu gewinnen und nicht zuletzt ein Mitgestalten des Funktionierens möglich.

Martina Geske, Finanzkauffrau Mein Anliegen ist es, dass wir als Gemeinde durch lebendige Gottesdienste, Bibelarbeiten und Gesprächskreise Gottes Wort immer besser kennen und verstehen lernen.

Clemens Neumann (47), Justiziar im Bundesrat, verheiratet, vier Kinder. Lebt in Jüterbog. „Seit fast acht Jahren lenke ich im Gemeindekirchenrat die Geschicke der evangelischen Kirche mit. Ich habe über die Jahre mehrere Veranstaltungen in Jüterbog organisiert und moderiert, etwa im April 2016 mit Roland Jahn und Angela Marquard zur Stasi oder Anfang diesen Jahres mit Siegbert Schefke zu 30 Jahren Mauerfall. Ich berate als Vorsitzender des Mietervereins jeden Monat die Mitglieder bei Mietstreitigkeiten. Ich habe ein Jahr im Theater der Werktätigen mitgespielt. Ich bin politisch aktiv.“

Martina Richter (54), Prokuristin im Mineralölhandel, komme aus dem Gemeindebereich Fröhden. Aktuell bin ich GKR-Vorsitzende, kümmere ich mich auch um die Fröhdener Kirche zu allen möglichen Anlässen. Ich verteile das Gemeindeboot in unserem Ort und nehme gelegentlich an Sitzungen des KITA-Ausschusses der evangelischen KITA teil. Aus meiner bislang fast 18-jährigen Mitarbeit in unserem GKR weiß ich, dass es mitunter nicht einfach ist berufliche Selbständigkeit und Ehrenamt unter einen Hut zu bringen. Trotzdem möchte ich weiterhin gern Verantwortung in unserer Kirchengemeinde im Allgemeinen und in meinem Gemeindebereich im Speziellen übernehmen. Das Bestehen, Wachsen und Lebendig sein der christlichen Gemeinschaft liegt mir sehr am Herzen. Deshalb möchte ich am Gemeindeleben mitgestalten und dieses zeitgemäß und attraktiv weiterentwickeln.

Frank Peschel, 53 Jahre, Behindertenfahrdienst Johanniter Unfall Hilfe. Ehrenamtliche Küster Aufgaben (St. Nikolai, Liebfrauenkirche)

Christian Schulz,  45 Jahre alt, verheiratet und Vater von 2 Töchtern. Ich bin Zimmerer von Beruf.

                                                                       

Gudrun Schulze, verheiratet und wohne in Fröhden einem Ortsteil von Jüterbog. Von Beruf bin ich Dipl. Pharmazie-Ingenieur und arbeite in der Mohren-Apotheke in Jüterbog. Im GKR bin ich seit 12 Jahren tätig und möchte weiterhin die Interessen vertreten, die die Bewohner in unserem Ort haben. Mein Anliegen ist, dass auch die Kirche in Fröhden weiterhin genutzt wird und die Leute hier vor Ort einen Ansprechpartner haben. Durch mein Wirken in der Gemeinde möchte ich dazu beitragen unsere christliche Gemeinschaft zu erweitern.

Raban von Studnitz (48), lebt seit einigen Jahren mit seiner Familie in Jüterbog. Ihm liegt besonders die Rückbesinnung auf historische Werte am Herzen. Möchte sich im GKR vor allen Dingen für einen würdigen Umgang mit den Kriegsgräbern im Gemeindebereich und dem Gedenken an Krieg und Vertreibung einsetzen.

Annegret Thier, 34 Jahre, Erzieherin In meiner Arbeitsstelle, der evangelischen Kita St. Nikolai in Jüterbog erlebe ich täglich, wie wichtig eine glaubensorientierte Arbeit ist. In der Kirchengemeinde fühle ich mich sehr wohl. Deshalb unterstütze ich seit 2018 auch die Kindergottesdienstgruppe. In der Kantorei singe ich sehr gern mit. Musik ist meine große Leidenschaft, aus diesem Grund nehme ich auch an einem Projekt der ENO teil und kann nach einer praktischen Prüfung Gottesdienste an der Orgel begleiten. Ich kandidiere für den Gemeindekirchenrat, weil ich darin eine sinnvolle ehrenamtliche Tätigkeit sehe. Der Bezug zur Kirche spielt seit meiner Kindheit eine große Rolle in meinem Leben. Ich möchte mich für eine lebendige zukunftsfähige Kirche einsetzen und mich besonders um den Nachwuchs in der Gemeinde kümmern. Deshalb bin ich bereit, Verantwortung im GKR zu übernehmen.

Filmabend der regionalen kirchlichen Umweltgruppe

11. April, 19 Uhr: Filmabend
Gezeigt wird der Dokumentarfilm „Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen“. Anschließend wollen wir miteinander ins Gespräch kommen.
Wenige Dinge auf unserer Erde sind so kostbar und lebensnotwendig wie Samen. Sie ernähren und heilen uns und liefern die wichtigsten Rohstoffe für unseren Alltag. Doch diese wertvollste aller Ressourcen ist bedroht: Mehr als 90 % aller Saatgutsorten sind bereits verschwunden. Biotech-Konzerne wie Syngenta und Bayer/ Monsanto kontrollieren mit genetisch veränderten Monokulturen längst den globalen Saatgutmarkt. Immer mehr passionierte Bauern, Wissenschaftler, Anwälte und indigene Saatgutbesitzer kämpfen daher wie David gegen Goliath um die Zukunft der Samenvielfalt. Mit ihrem Dokumentarfilm „Unser Saatgut“ folgen Taggart Siegel und Jon Betz diesen leidenschaftlichen Saatgutwächtern, die unser 12.000 Jahre altes Nahrungsmittelerbe schützen wollen.

Präsentationsgottesdienst von Pfarrer Tileman Wiarda am 2. Februar 2019

Präsentationsgottesdienst von Pfarrer Tileman Wiarda am 2. Februar 2019

Pfarrer Tileman Wiarda, ein Mann der kräftigen, klaren Worte, hielt am 2. Februar 2019 seinen Vorstellungsgottesdienst – zentral in Jüterbog. Temperaturbedingt nicht in der St. Nikolaikirche, sondern im gut gefüllten Gemeindezentrum der evangelischen Kirchengemeinde Jüterbog. Mit dem Präsentationsgottesdienst wollte sich der Bewerber, seit einem halben Jahr hier durch Vertretungsdienste für Pfarrerin Ramona Rohnstock bestens bekannt, der Gemeinde vorstellen. Das ist ihm gelungen, ein guter Predigttext an diesem 5. Sonntag vor Beginn der Passionszeit: Kindergottesdienst, Abendmahl (mit Traubensaft, auch für Kinder), Worte zum Zuhören, ein temperamentvoller Kreiskantor Peter-Michael Seifried, der vorneweg mit den Gemeindemitgliedern Lieder auffrischte und den Gottesdienst am Flügel begleitete. Unter den Gästen Superintendentin Kathrin Rudolph, Pfarrkollegen und Gemeindekirchenratsmitglieder. Das anschließende Kaffeetrinken rundete diesen guten Vormittag ab. Für Begegnungen, Fragen und Kleingebäck blieb Zeit und mancher gern, was sich als ein „HERZLICHES WILLKOMMEN LIEBER PFARRER WIARDA, IHNEN UND IHRER FAMILIE“ interpretieren lässt.
Andrea G. Fichtmüller, Jüterbog, GKR-Mitglied

30 Jahre Mauerfall – Veranstaltungsreihe der St. Nikolaigemeinde Jüterbog

30 Jahre Mauerfall – Veranstaltungsreihe der St. Nikolaigemeinde Jüterbog

Jüterbog 14.01.2019, 19.00 Uhr – Gemeindezentrum

 

2019 jährt sich der Mauerfall zum 30ten Mal. Dies will die Jüterboger Kirchengemeinde St. Nikolai zum Anlass nehmen, sich in drei Veranstaltungen dem Gedenken und der Bedeutung für die Zukunft zu widmen.

Den Auftakt macht am 14.01.2019 um 19.00 Uhr die Veranstaltung
Leipzig- Wir sind das Volk

Die Montagsdemonstrationen in Leipzig ab dem September 1989 waren ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Mauerfall. Wichtig war es aber auch, dass es gelang, Bildberichte über die Demonstrationen in den Westen zu schmuggeln, um der Behauptung der DDR-Regierung entgegen zu wirken, es handele sich bei den Demonstranten um gewaltbereite „Rabauken“. Siegbert Schefke, in Friedens- und Umweltbewegung engagiert, hatte bereits Dokumentarfilme über den baulichen Zustand einiger Städte der DDR gedreht und in die BRD geschmuggelt. Am 9.10.1989 filmte er illegal die Demonstration in Leipzig. Wir zeigen die Originalaufnahmen und Herr Schefke berichtet darüber, wie er dafür im Dunkeln einen Kirchturm erklimmen musste und wie die Aufnahmen entstanden. Mit diskutieren wird auch Christoph Gutsche, Pfarrer und Teilnehmer der Montagsdemonstrationen in Leipzig. Von ihm wollen wir hören, was ihn damals zu den Demonstrationen bewogen hat und wie er heute zu ihnen steht. Im zweiten Teil soll es dann um Chemnitz gehen. Siegbert Schefke war dort, als es zu den Hetzjagden kam. Ob der Begriff angemessen ist und ob etwa Pegida den Anspruch zu Recht erheben kann, in der Tradition des „Wir sind das Volk“ zu stehen, wollen wir auf dem Podium und mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutieren. Moderiert wird die Veranstaltung von Clemens Neumann aus dem Gemeindekirchenrat.

Weiter gehen soll es am 02.03.2019, 10.00 Uhr mit dem
Zeitzeugengespräch

Wir wollen aus dem Erinnerungsschatz unserer Jüterboger Bürgerinnen und Bürger schöpfen. Bereits im Vorfeld laden wir dazu ein, Geschichten und Fotos aus Jüterbog und Umgebung von vor 30 Jahren an nikolai-gemeinde@web.de zu übersenden. Diese und andere sollen am 2.3. miteinander geteilt werden.

Schließen soll die Reihe am 25.03.2019, 19.00 Uhr mit dem
Runden Tisch Jüterbog

Unter Leitung von Pfarrer Tileman Wiarda soll diskutiert werden, ob wir in Jüterbog, in Brandenburg oder gar in Deutschland neue Runde Tische brauchen, um den Regierenden die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger nahe zu bringen.

Alle Veranstaltungen finden im Gemeindezentrum Nikolai, Planeberg 71, 14913 Jüterbog statt.

Über Siegbert Schefke können nähere Informationen unter www.siegbert-schefke.de gefunden werden.

Christoph Gutsche ist Pfarrer der Ev.-Luth. Peter-Pauls-Kirchengemeinde in Coswig und Bruder des langjährigen Jüterboger Pfarrers Bernhard Gutsche (http://www.ev-kirche-coswig.de/Mitarbeiter.124.html)

Tileman Wiarda ist Pfarrer der Gemeinde Kloster Zinna und während der Vakanzzeit fungiert er als geschäftsführender Pfarrer in Jüterbog.

Die Auftaktveranstaltung wird Clemens Neumann moderieren, er ist Justitiar des Bundesrates, Mitglied des Gemeindekirchenrates und hatte bereits 2016 eine Veranstaltung mit Roland Jahn und Angela Marquard in Jüterbog organisiert und moderiert.