Dorfkirche Markendorf

Die Kirche zu Markendorf wurde gegen Ende des 13. Jahrhunderts von den Gründungsvätern der Siedlung erbaut. Diese – wahrscheinlich erste bis dritte Generation – errichtete das Bauwerk noch als einfache Schutzkirche – rechteckig, ohne Turm und sogar mit Nebenfunktion als Speicher. In den vielen Jahrhunderten blieb das Gotteshaus nicht unverschont. Bereits 1420 wurde die Kirche erstmals durch den Hussitenfeldzug schwer beschädigt und 1638 – 1640 in den Wirren des 30 jährigen Krieges erneut nahezu vollständig zerstört. Dennoch wurde die Kirche wieder aufgebaut und 20 Jahre später durch die Edelleute Blumin ein Taufstein gestiftet. In den Folgejahren wurde das Erscheinungsbild der Kirche grundlegend überarbeitet: Der östliche Teil wurde unter Verwendung des alten Materials komplett neu errichtet, ein Nordteil und der westliche Fachwerk-Dachturm mit Haube und Laterne angebaut. Eben diese Nordwand wurde später (1726) wieder durchbrochen, um eine Empore, sowie eine Patronatsloge mit einer darunterliegenden Gruft zu bauen. Einmal angefangen, hat man die Gelegenheit gleich genutzt, um auch die Fenster zugunsten der Sonneneinstrahlung zu vergrößern und eine größere Tür einzusetzen. 1801 kam dann noch die heute nicht mehr vorhandene Kanzel und eine Orgel dazu – allerdings stellte man 1863 fest, dass diese in höchstem Maße defekt sei, sodass ein Zuhören ohne Ohrenschmerzen nicht möglich sei. Sie wurde wahrscheinlich um 1904 ausgetauscht / repariert.