Dringender Appell: Keinen Plastikmüll auf Friedhöfe!

Leider sind immer wieder Pflanztöpfe, Klarsichtblumenhüllen, Grablichter, Styroporgrabplatten oder Kunststoffblumen auf Kompostierstellen von Friedhöfen zu finden. Das Hinterlassen von Plastemüll auf Friedhöfen ist jedoch verboten. Kunststoffabfälle zwischen Gartenschnitt und verwelkten Stauden bedeuten bei der Entsorgung statt Kompost Sondermüll. Die Gebühren dafür liegen erheblich höher.

Zu danken ist allen Mitmenschen, deren richtiges Verhalten den Kirchengemeinden hilft, die Gebühren nicht dramatisch steigen zu lassen. Damit das auch weiterhin gelingt, bitten Sie beim Floristen um Grabgestecke aus Naturmaterialien, entfernen Sie Plastikschleifen an Blumensträußen oder erwerben Sie natürliche Blumensträuße ohne Plastikumhüllung. Nehmen Sie Pflanzschalen und verbrauchte Grablichter wieder mit, die Entsorgung erfolgt über Kunststoff-Recycling bzw. den Hausmüll.

Am besten aber vermeiden Sie überhaupt Plastikmüll. Laut Greenpeace werden jährlich ca. 280 Millionen Tonnen Kunststoffe erzeugt. Davon werden lediglich 3% recycelt, ein Teil gelangt in die Weltmeere. Über 80% der Meeresoberflächen sind inzwischen mit Mikroplastik verschmutzt. Die Zersetzung von Plastik bedeutet Gefahr, es werden gesundheitsschädliche und giftige Stoffe freigesetzt. Mikroplastikteile werden von Meerestieren aufgenommen und gelangen so in die Nahrungskette von Menschen. Man hat bereits Mikroplastik
im Blut nachweisen können. Nicht nur die Meere sind mit Plastik verschmutzt, sondern auch Gewässer wie
Donau, Bodensee oder Gardasee. Man konnte Mikroplastik finden, das wieder über Trinkwasser und Nahrung zum
Men schen gelangt. Ähnliche Wirkstoffe wie Hormone sowie Krebserkrankungen, Unfruchtbarkeit und Schwächung
des Immunsystems werden mit Plastik in Verbindung gebracht. Dieser erschreckende und gesundheitsgefährdende
Kreislauf muss gestoppt werden. Global und vor Ort.

(Quellen: https://reset.org/knowledge/plasticocean-plastikinseln-im-meer
http://www.boeblingen-sindelfingen.greenpeace.de/plastik)

Andrea Fichtmüller
Regionale kirchliche Umweltgruppe Jüterbog