St. Nikolaikirche

Zum ersten Mal erwähnt wurde die Nikolaikirche im Jahre 1307. Allerdings handelte es sich damals noch um den Vorgängerbau, eine romanische Basilika. Die jetzige Kirche, eine gotische Hallenkirche, ist in drei Bauphasen errichtet worden. Die Arbeiten an den Türmen – welche heute noch bestiegen werden können – fanden erst nach 1500 ihren Abschluss. Außerdem findet sich in unserer Kirche neben dem Tetzelkasten in unserer wunderschönen Taufkapelle auch unser alter gotischer Flügelaltar und eine majestätische Orgel, die im Ursprung eine Wagnerorgel ist, Anfang des 20. Jahrhunderts jedoch von Rühlmann umgebaut wurde. Das Prospekt ist erhalten geblieben.

Zu den Öffnngszeiten der Kirche ist auch eine Turmbesteigung möglich, sofern es die Witterungsbedingungen zu lassen. (Turmgeld: Erwachsene 2,– €, Kinder und Jugendliche 1,– €)

Die Altarbilder
Das Altarretabel von 1700 ist in seinem Schnitzwerk bereits saniert worden. Es fehlt noch die Überarbeitung der Altarbilder. Das große Bild ist einzigartig. Es zeigt das Zerreißen des Vorhangs im Tempel. Dieses hintersinnige und vielschichtige Motiv gibt es nur hier und zeigt zugleich ein Grundanliegen der Reformation. Der damalige Superintendent Valentin Ernst Löscher darf als geistiger Autor vermutet werden.
In der Zeit der Reformationsdekade soll auch dieses Bild wieder erstrahlen und damit das reformatorische Raumprogramm deutlich machen.

Nikolai-Galerie